Zu Gast in Rummelsberg

Besucherprogramm

Station „Steine“

"So spricht der Herr: Richte dir Wegzeichen auf, setze dir Steinmale und richte deinen Sinn auf die Straße, die du gezogen bist. Kehre zurück, wie lange willst du noch irre gehen, denn der Herr wird ein neues im Lande schaffen." 
Jeremia 31, 21-22  

Gemeinsam mit der Künstlerin Hanna Rothenbücher wurden hier von Diakonen der Rummelsberger Brüderschaft im Rahmen einer geistlichen Einkehrzeit im Mai 2014 „Wegzeichen“ aus Worzeldorfer Sandstein gestaltet. Aus dem gleichen Material wurde 1927 die Philippuskirche gebaut.

Die Idee war, einen Besinnungsort zu gestalten, der in die Zukunft weist und die Vergangenheit dabei nicht außeracht lässt. Die Rummelsberger Brüderschaft hat sich diese Steine bewusst „in den Weg gelegt“. Nach einer Missbrauchsaffäre in Rummelsberg, die 2007 ans Licht kam, fand ein längerer, intensiver Aufarbeitungsprozess statt. An dessen Ende stand die Verpflichtung zukünftig eine Kultur der Achtsamkeit miteinander zu pflegen. 

Ein Stein weist  besonders darauf hin: Genau hinschauen, hinhören und den Mund aufmachen. 

Je drei Steine liegen aufeinander bezogen beieinander. Dahinter verbirgt sich die Idee, dass in Konflikten ein Moderator hilfreich ist.  Ein Ort, wo Menschen auf gleicher Ebene miteinander sprechen und in Dialog treten können unter der Anwesenheit eines Dritten. Seit wir uns die Steine hier in den Weg gelegt haben, lädt dieser Platz zum Verweilen, Meditieren und zur Rast ein.